Obwohl so viel ausgesprochen wurde, bleibt so viel ungesagt. Es ist teils erschreckend wie wenig Reue gezeigt wird und wie wenig Aufarbeitung der eigenen Handlungen und Vergangenheit man heraushört.
Regie Lothar Herzog +1
Das Ungesagte
Ein realistischer, bedrückender Dokumentarfilm.
Die meisten Deutschen, die damals für das NS-Regime waren, haben nach 1945 nie wieder über diese Zeit gesprochen. In fast allen deutschen Familien war das Thema tabu: Das Ungesagte. Der Film wählt einen psychologischen Ansatz, um herauszufinden, was diese Menschen damals genau dachten und fühlten — und wie sie heute ihre Beteiligung bzw. Involviertheit in das NS-Regime beurteilen.
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Obwohl so viel ausgesprochen wurde, bleibt so viel ungesagt. Es ist teils erschreckend wie wenig Reue gezeigt wird und wie wenig Aufarbeitung der eigenen Handlungen und Vergangenheit man heraushört.
Wann endlich german guilt 🫠
Jetzt, wo es immer weniger Zeitzeug*innen des Nazi-Deutschland gibt und der Faschismus erstarkt, brauchen wir solche Filme dringender und unbedingter denn je.Nach Szenario & (In)visible Lines ein weiterer neuer Film, der vor allem sehr gut zuhören und beobachten kann.Im Gegensatz zu diesem beiden Filmen kann der Film aber nicht so einfach kontextlos für sich stehen und sollte vielleicht auch nicht ohne Einordnung gezeigt werden, weil hier Sinti*zze und Rom*nja leider gar kein Gehör bekommen, und weil im Gesagten die Grenze zwischen Tätern und Opfern teilweise so verschwimmt, dass es richtig unbehaglich wird. Aber der Film versucht immerhin, diesen Aspekt auch so als Bruchstelle auszustellen.Welche Position der Film dann letztendlich im deutschen Erinnerungstheater einnimmt, lässt sich nur schwer einschätzen.Inkl Q&A mit Lothar Herzog, einer Hälfte des Regie-Duos
Der Film zeigt Interviews mit den letzten lebenden Zeitzeugen der NS-Zeit und beleuchtet das tief verwurzelte Schweigen und die Tabus in deutschen Familien bezüglich Mitschuld.
Er wurde von Lothar Herzog und Patricia Hector gemeinsam inszeniert und feierte 2025 Premiere.