So viel Herz der Film auch hat und so schön seine Botschaft gemeint ist, ich finde es schwierig, wenn ausgerechnet die Art, wie Menschen mit Behinderung sprechen, reagieren oder sich verhalten zur Pointe wird und alle im Saal lachen. Irgendwie widerspricht das für mich genau der Botschaft, die der Film eigentlich vermitteln sollte
Auf der Flucht nach einem Juwelenraub finden ein Vater und sein Sohn unverhofft Unterschlupf bei einem Ausflug eines Wohnheims für Menschen mit Behinderungen. Der Sohn wird dabei versehentlich für einen angemeldeten Teilnehmer gehalten, woraufhin die beiden die Gelegenheit nutzen, um den Polizeikräften zu entkommen. Fortan müssen sie ihre Tarnung aufrechterhalten, bis sie sich gefahrlos absetzen können.Was die Plotkonstruktion betrifft, handelt es sich um eine typisch deutsche Komödie mit vertrauten Abziehbildern als Figuren, einer nicht wirklich funktionierenden Lovestory und einem ungemein altbackenen Humor. Zugutehalten muss man den Machern allerdings, dass sie sich bemühen, gerade im Umgang mit den Figuren und Darstellern mit Behinderungen einen Humor auf Augenhöhe zu finden, statt von oben herab über sie zu lachen. Andernfalls hätte das schnell zu einer ausgesprochen unangenehmen Kinoerfahrung werden können.Mir persönlich ist die Handlung jedoch zu konstruiert. Vieles wirkt unglaubwürdig und nicht zu Ende gedacht, während keine der Figuren wirklich ausgearbeitet erscheint. Wäre das Ensemble nicht so sympathisch, wäre meine Bewertung daher noch deutlich schlechter ausgefallen.——————————————————————While fleeing after a jewel heist, a father and his son unexpectedly find shelter on an outing organized by a residential home for people with disabilities. The son is accidentally mistaken for a registered participant, giving the two an opportunity to evade the police. From then on, they have to maintain their disguise until they can safely make their escape.In terms of its plot construction, this is a typically German comedy, complete with familiar stock characters, a love story that never really works, and an exceedingly dated sense of humor. To the filmmakers’ credit, however, they do make an effort, particularly in their treatment of the characters and actors with disabilities, to find a kind of humor that treats them as equals rather than talking down to them. Otherwise, the film could quickly have turned into a thoroughly uncomfortable cinematic experience.Personally, though, I found the plot too contrived. Much of it feels implausible and underdeveloped, while none of the characters really seem fully fleshed out. If the ensemble cast weren’t so likable, I would have rated the film considerably lower.