[Dramatically switches between two sets of glasses]
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Twelve-year-old Karla testifies in court. She makes serious accusations against her own father, who should have guaranteed her safety. Judge Lamy supports her in this difficult trial and becomes her most important confidant.
No showtimes for Karla in Athens today.
[Dramatically switches between two sets of glasses]
Die wahre Geschichte über die 12-Jährige Karla, die ihren eigenen Vater wegen unzüchtiger Handlungen anzeigte - aber nicht darüber sprechen will (kann), was genau passiert ist.Karla und der Richter führen Diskussionen über Würde und das Gesetz. Das ist anregend und aufweckend. Vermischt wird es durch inszenatorische Ideen wie Rückblendungen und kleine Sequenzen, die Karlas Gefühle unterstreichen. Durch Bilder und Ton wird hier viel erreicht - auch wenn es nie explizit wird!Am Ende macht die Geschichte es sich etwas zu leicht - aber nun gut, es ist nun mal wirklich so passiert.Alles in allem ein guter Film, was diese Thematik angeht.
Wie gut der deutsche Film in letzter Zeit surreale Momente nutzt, als hätten sie eine vergessene Bildsprache wieder entdeckt.Karla nutzt die surrealen Eindrücke um Trauma, Flashbacks und Panikattacken begreifbar zu machen, ohne explizit sexualisierte Gewalt zu zeigen. Es ist ein Film der Trigger im medizinischen Sinne versteht, wie spezifisch und abstrakt sie sind, aber auch wie belastend. Entsprechend geht es viel um das unausgesprochene Trauma und den Weg Worte für das unaussprechliche zu finden. Sicher nicht zufällig spielt der Film in der Jugend der 68er Generation und lässt Figuren mittleren Alters auf das Dritte Reich zurückblicken. Wir erfahren nicht exakt was geschehen ist und erkennen doch Täter*innen und Opfer und können glauben. Es gibt viele gute Bücher und Arbeiten, die sich mit sexuellem und anderem Missbrauch und der Konstruktion der Nachkriegsgesellschaft beschäftigt haben und wie eine konservative Sexualmoral als Reaktion auf die Nazizeit viel Leid ermöglicht und viele zum Schweigen verdammt hat. Karla fühlt sich wie eine Illustration dieser Erkenntnisse an.Letztens schrieben Paintbucket Games, die Entwickler*innen von The Darkest Files: "The Darkest Files is an escapist, power fantasy in which you can bring fascists to court and send them to jail.It tells a tale from the rule of law age, which your grandparents might still remember." und ich glaube auch Karla bedient bis zu einem gewissen Grade den Eskapismus des Rechtsstaats. Den Gedanken, dass Opfern zu glauben und seinen Peinigern von Gericht zu begegnen, aber auch den deutschen Justizapparat zum Guten einzusetzen eine Katharsis bieten kann. Nicht ohne zu vergessen, dass das gute Leben zu leben die beste Revanche ist.Bonus von mir, weil ich mich als Person mit Traumafolgestörungen im Film verstanden gefühlt habe, eine ältere queere Frau eine so positive Rolle spielt und für Conny Froboess als eines der wenigen Lieder, die wir hören.Die Musik und die Ausstattung sind merklich durchdacht. Es ist nicht nur 60er Jahre Dekor sondern die Räume und die Kleidung vermitteln eine Stimmung und charakterisieren, eine weitere Möglichkeit durch Symbole zu sprechen. Auch die Lieder sind on point. Conny Froboess' Diana als Cover eines englischen Liedes, gesungen vom konstruierten Teenager der Schallplattenindustrie, aber immer mit echten Gefühlen. In Fassbinders Die Sehnsucht der Veronika Voss spielte sie selbst eine Ermittlerin in den Spuren des Nationalsozialismus. Josephine Baker als Needledrop der älteren Generation erinnert an ein anderes Deutschland in der Weimarer Republik. Musik schafft Verbindung und Vertrauen und ist auch ein Werkzeug das unausgesprochene hörbar zu machen. Alles so gut gemacht und von wirklich allen Darstellenden gespielt. Bedrückend wo es sein muss aber eben auch immer wieder in sich gekehrt und um Worte ringend. Das Ungesagte wird auch in den Gesichtern und der Stimmfärbung der Menschen offenbar.So bleibt das Ungesagte nicht Unsagbar, denn wir verstehen es durch die Sprache des Films und das ist wie man Surrealismus gut umsetzt.
It follows a twelve-year-old girl who testifies in court against her father, finding a critical confidant and ally in a presiding judge.
It was directed by Christina Tournatzés in 2025 as her feature-length debut, earning recognition at the Munich Film Festival.
Yes, it won awards for best screenplay and best director at the Munich Film Festival.