Films about Russia’s war in Ukraine[Deutsch]Eine poetische Huldigung an Slow Cinema und einer dieser Filme über den Krieg, die keine Kriegsbilder oder Zerstörung zeigen. In langen Einstellungen stellt der Film keine Fragen und versucht auch keine zu beantworten. Alles funktioniert über die Narration, die über gespiegelte Monologe aus dem Off Parallelen im Krieg 1939 zu 2023 als Generationenporträt zieht.Im Westen der Ukraine am breiten Fluss Dnjepr gibt es alle paar Jahre Überschwemmungen. Ein sich wiederholender Kreislauf, der sich durch die Kriege reflektiert. Dort lebt eine christliche Aussteiger-Gruppe ähnlich der Amish, kein Strom oder moderne Technologie. Selber greifen sie aus religiösen Gründen nicht zur Waffe, was zu Konfliktlinien in der Gesellschaft führt. Durch Unterstützung der Front durch Verpflegung findet eine Beteiligung auf andere Art statt. Eine leise Solidarität, die Anerkennung erfährt.Die Kamera fängt kunstvoll gesetzte Bilder ein, immer wieder Naturformen als Muster. Menschen im Gespräch werden aus einer Distanz gezeigt, häufig hinter halb durchsichtigen Vorhängen. Als sind nur Echos der Geschichte zu hören, die eine Gesellschaft im Kern zusammenhalten. Zum Schluss gibt es doch noch Bilder von zerstörten Brücken. Der Kontrast zu der nah an der Natur lebenden Gruppe am Dnjepr könnte nicht größer sein. Wie den Fluten sind auch sie den Folgen eines Krieges ausgeliefert.____________[English]A poetic tribute to Slow Cinema and one of those films about war that show no images of combat or destruction. Through long takes, the film asks no questions and makes no attempt to answer them. Everything is conveyed through the narration, which draws parallels between the wars of 1939 and 2023 as a generational portrait via mirrored voice-over monologues.In western Ukraine, along the broad Dnieper River, flooding occurs every few years. A recurring cycle that mirrors the wars. There lives an Christian community of dropouts similar to the Amish, with no electricity or modern technology. For religious reasons, they themselves do not take up arms, which leads to divisions within society. By supporting the front lines with food supplies, they participate in a different way. A quiet solidarity that is recognized.The camera captures artfully composed images, repeatedly featuring natural forms as patterns. People in conversation are shown from a distance, often behind semi-transparent curtains. It is as if only echoes of the history that holds a society together at its core can be heard. In the end, there are images of destroyed bridges after all. The contrast with the group living close to nature on the Dnieper could not be greater. Like the floods, they too are at the mercy of the consequences of war.









