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Ein Panigiri, das griechische Dorffest zum Tag eines Heiligen, folgt auf Andros einer festen Ordnung: erst der Gottesdienst in der Kapelle oder im Kloster, dann Tische mit Fourtalia und Soumada, danach Geige und Laute für Syrtos und Balos, bis es hell wird.
Panigiria · Andros
Mai - September
Panigiria laufen von Mai bis September, ihren Höhepunkt haben sie zu Mariä Entschlafung am 15. August, wenn fast jedes Dorf sein Fest feiert. Jedes Programm steht erst kurz vor dem eigenen Namenstag fest - die Liste füllt sich spät und bleibt außerhalb der Saison leer.
Der 15. August, Mariä Entschlafung, ist der große Tag der Insel. In Korthi folgt auf den Gottesdienst in der Panagia-Kirche eine Prozession mit der Ikone durch die Gassen, und auf dem Platz wird bis tief in die Nacht getanzt. Am selben Tag feiert das Kloster Panachrantou, das am Hang zwischen Falika und Mesa Vouni oberhalb von Chora liegt. Der Überlieferung nach gründete es Kaiser Nikephoros Phokas im Jahr 961, und es bewahrt den Schädel des heiligen Panteleimon - deshalb gibt es am 27. Juli ein zweites großes Fest. In Chora steigen die Gläubigen schon morgens zur Panagia Thalassini hinauf, der Kapelle auf einem Felsen an der Hafeneinfahrt, einst ein Gelübde von Seeleuten, die einen Sturm überlebt hatten. Auch Kochylos und andere Dörfer im Inselinneren feiern am 15. August.
Das Essen ist typisch für die Insel. Fourtalia, das Omelett von Andros mit Kartoffeln und Wurst oder gepökeltem Schweinefleisch, ist das Gericht, auf das alle warten, dazu gibt es Soumada, ein mit Wasser verdünntes Mandelgetränk. Früher brachten die Familien ihren eigenen Proviant mit - Frikadellen, kalten Braten, Käse, Wein -, heute richten vor allem die Kulturvereine der Dörfer die Feste aus. Gespielt wird auf Geige und Laute, oft mit Santouri, einem Hackbrett, und im Norden der Insel hört man noch die Tsambouna, einen Dudelsack, mit Trommel. Der Syrtos von Andros ist langsam und gewichtig, elf Schritte im Kreis um den Vortänzer, der die Reihe zieht, und danach folgt der Balos als Paartanz.
Der Festkalender endet nicht im August. Am Samstag des Akathistos-Hymnus in der Fastenzeit vor Ostern feiert die ganze Insel die Panagia Theoskepasti in Chora, die Schutzpatronin von Andros. Dort wird die Osternacht mit Feuerwerk begangen. Am Ostermontag ziehen viele zum Kloster Panagia Tromarchiani bei Piso Meria, zu Gottesdienst und Tanz mit den örtlichen Instrumenten bis zum Abend. Im Sommer feiern auch Aidonia, Arni, Menites, Vourkoti und Kapparia ihre eigenen Nächte, und am 17. September schließt das Fest der Agia Sofia in Vitali die Saison.
Der 15. August in Korthi, mit Gottesdienst, Prozession der Ikone und Tanz auf dem Platz. Am selben Tag feiern auch das Kloster Panachrantou oberhalb von Chora, die Kapelle Panagia Thalassini am Hafen von Chora und Dörfer wie Kochylos. Die aktuellen Termine findest du auf Mood.
Fourtalia, das Kartoffel-Wurst-Omelett der Insel, und Soumada, ein süßes Mandelgetränk. Es spielen Geige und Laute, oft mit Santouri, getanzt werden der Syrtos von Andros und der Balos.
Ja. Die Panagia Theoskepasti in Chora wird am Samstag des Akathistos-Hymnus in der Fastenzeit gefeiert, und am Ostermontag gibt es beim Kloster Panagia Tromarchiani bei Piso Meria ein Fest mit Tanz bis zum Abend. Was als Nächstes ansteht, siehst du auf Mood.