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Kavala hat zwei festliche Höhepunkte, die einander nicht ähneln: die Epiphaniasbräuche in den Dörfern des Pangaio im Januar und die sommerlichen Heiligenfeste auf den Plätzen.
Gerade nichts los
Mai - September
Panigiria laufen von Mai bis September, ihren Höhepunkt haben sie zu Mariä Entschlafung am 15. August, wenn fast jedes Dorf sein Fest feiert. Jedes Programm steht erst kurz vor dem eigenen Namenstag fest - die Liste füllt sich spät und bleibt außerhalb der Saison leer.
In Nikisiani, am Fuß des Pangaio, wird der Brauch der Arapides am Epiphaniastag selbst vollzogen, am 6. Januar - dasselbe Ritual, das am selben Tag in Monastiraki im benachbarten Drama lebendig wird. Männer in Fellen und Masken, mit schweren Glocken umgürtet, ziehen nach der Wasserweihe durch die Straßen. Die Glockenträger Ostmakedoniens treten zu Epiphanias oder zur Karnevalszeit auf und gelten als Überbleibsel dionysischer Riten - die weitere Gegend mit Philippi und dem Pangaio trägt diese Erinnerung weit zurück.
Im Sommer kehrt der Kalender zur vertrauten Form zurück: Jedes Dorf begeht seinen Heiligentag, auf dem Platz werden Tische aufgestellt, eine Liveband spielt und getanzt wird bis spät. Die Zusammensetzung der Bevölkerung gibt der Musik ihre Farbe - ein großer Teil der Einwohner hat Flüchtlingswurzeln in Pontos, Thrakien und Kleinasien, und die Lieder und Tänze der Kulturvereine halten diese Traditionen neben den makedonischen lebendig. Kavala selbst, amphitheatralisch über dem Hafen gelegen, mit der Altstadt Panagia und dem Kamares-Aquädukt, hat über den Sommer ein eigenes Veranstaltungsprogramm. Die Dörfer am Hang des Pangaio feiern ihre Heiligentage über den ganzen Sommer verteilt, sodass sich an einem Augustwochenende oft mehrere Feste im Umkreis weniger Kilometer überschneiden. Wer hinfährt, braucht keine Karte und keine Anmeldung: Man setzt sich an einen der langen Tische, bestellt Gegrilltes, Käse und Wein und tritt in den Kreis, wenn die Kapelle einen Tanz anstimmt, den man kennt.
In den Dörfern des Pangaio und des weiteren Bezirks, allen voran der Arapides-Brauch in Nikisiani am 6. Januar, sowie bei sommerlichen Heiligenfesten auf den Dorfplätzen. Das aktuelle Programm findest du auf Mood.
Ein Epiphaniasbrauch am 6. Januar: Männer in Fellen, Masken und mit schweren Glocken ziehen nach der Wasserweihe durch die Straßen. Derselbe Brauch wird am selben Tag in Monastiraki bei Drama vollzogen.