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Ein Panigiri ist ein griechisches Dorffest zum Namenstag des örtlichen Heiligen, mit Livemusik, Tanz und langen Tafeln auf dem Platz. In Sitia, an der Ostspitze Kretas, klingt es anders als im Rest der Insel: Hier hat die Geige ihren eigenen Platz neben der Lyra, und von Juli bis Mitte September hat fast jedes Dorf seinen eigenen Abend.
Gerade nichts los
Mai - September
Panigiria laufen von Mai bis September, ihren Höhepunkt haben sie zu Mariä Entschlafung am 15. August, wenn fast jedes Dorf sein Fest feiert. Jedes Programm steht erst kurz vor dem eigenen Namenstag fest - die Liste füllt sich spät und bleibt außerhalb der Saison leer.
Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war auch in Sitia die Lyra, die kretische Kniegeige, das führende Instrument. Nach 1900 setzte sich jedoch fast überall die Violine durch, und den Ausschlag gab die Rückkehr des Geigers Stratis Kalogeridis aus Paris im Jahr 1905: Er zeichnete alte Melodien auf, bewahrte und bearbeitete sie und wurde zum Maßstab für alle, die nach ihm kamen. In dieser Tradition stehen die Kontylies von Sitia, die Melodien, für die die Gegend bekannt ist, und deshalb steht bei einem Fest hier die Geige neben Lyra und Laouto (Laute) auf der Bühne. Zur Musik werden Mantinades gesungen, improvisierte gereimte Zweizeiler, getanzt werden Pentozali, Sousta und Siganos. Auch literarisch ist Sitia verankert: Vitsentzos Kornaros, der Dichter des kretischen Versromans Erotokritos, wurde in Trapezonda bei Sitia geboren. Nach ihm heißen die Kornareia, das Sommerprogramm der Gemeinde mit Musik, Tanz, Theater und traditionellen Rezepten.
Der Festkalender der Dörfer folgt den Heiligen: Prophet Elias am 20. Juli in Mesa Mouliana, Agia Paraskevi am 26. Juli in Ziros, Agios Panteleimon am 27. Juli in Roussa Ekklisia, Afentis Christos (Verklärung Christi) am 6. August in Zakros und der 15. August, Mariä Entschlafung, mit Festen auf den Plätzen von Armeni, Lastros, Palaikastro und Sitanos. Der August endet mit Agios Ioannis am 29. August in Ziros und Goudouras, im September folgen Lithines und Sfaka, das am 14. September das Fest der Kreuzerhöhung feiert. Bei vielen Festen ist ein komplettes Essen an der Tafel im Eintritt enthalten.
Sitia hat außerdem eine eigene Art von Fest, rund um ein regionales Produkt. In Chamezi veranstaltet das Kulturhaus des Dorfes jeden Sommer die Kazanemata, bei denen der Raki, der kretische Tresterbrand, frisch aus dem Brennkessel kommt, dazu einen Abend rund um Xygalo, den cremigen Sauermilchkäse von Sitia. In Palaikastro feiert der Kulturverein die Myzithropita (Käsekuchen aus Frischkäse) im Hof des Volkskundemuseums, während Achladia, Sykia und Piskokefalo Olivenöl, Feigen und Rosinen feiern. Die Sultaninen-Rosine war einst das Gold der Region. Im Winter füllt der Karneval von Sitia die Stadt mit nächtlichen Umzügen und Festwagen, angeführt vom Maskottchen Polydoros, dem Oktopus.
Vor allem von Juli bis Mitte September. Die wichtigsten Termine sind Prophet Elias (20. Juli), Agia Paraskevi (26. Juli), Afentis Christos (6. August), Mariä Entschlafung (15. August), Agios Ioannis (29. August) und Kreuzerhöhung (14. September). Das aktuelle Programm finden Sie auf Mood.
Bis etwa 1900 dominierte auch hier die Lyra, doch im 20. Jahrhundert übernahm die Violine fast ganz Ostkreta, geprägt vor allem von Stratis Kalogeridis, der 1905 aus Paris zurückkehrte. In dieser Tradition leben auch die Kontylies von Sitia weiter, die bekanntesten Melodien der Gegend.
Unter anderem Armeni, Lastros, Palaikastro und Sitanos feiern am 15. August mit kretischer Livemusik auf dem Platz. Schon am 6. August feiert Zakros Afentis Christos. Die angekündigten Abende stehen auf Mood.